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Der Nationalrat will noch nicht über die Streichung des AKW-Neubauverbots entscheiden

Der Nationalrat hat den Gegenvorschlag zur Streichung des AKW-Neubauverbots mit 111 zu 88 Stimmen gutgeheissen, ihn danach aber auf Antrag der Mitte-Fraktion an den Bundesrat zurückgewiesen, um die Finanzierung möglicher neuer Kernkraftwerke klären zu lassen – eine Entscheidung, die Energi ...

Der Nationalrat will noch nicht über die Streichung des AKW-Neubauverbots entscheiden
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Die Fakten: Der Nationalrat hat mit 100 gegen 97 Stimmen bei zwei Enthaltungen den Gegenvorschlag zur Streichung des AKW-Neubauverbots an den Bundesrat zurückgewiesen. Dieser soll nun klären, wie ein allfälliges neues Kernkraftwerk finanziert werden könnte. Entscheidend war, dass die Mitte-Fraktion dieser Rückweisung überwiegend zugestimmt hat.

Warum das wichtig ist: Während klar ist, dass SVP und FDP für die Streichung des Neubauverbots sowie SP, Grüne und GLP dagegen sind, drückt sich die Mitte vor einem Entscheid. Dabei macht es keinen Sinn, jetzt über die Finanzierung eines AKW zu debattieren. Denn es dauert auf jeden Fall noch mehrere Jahre, bis es allenfalls ein konkretes Projekt gibt.

Das Zitat: «Die Frage kommt verfrüht.» (Energieminister Albert Rösti zum Antrag auf Rückweisung, um die Frage der KKW-Finanzierung zu klären)

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Die Details:

Das Votum von Albert Rösti: Der Energieminister plädierte gegen die Rückweisung der Vorlage an den Bundesrat. Das waren seine Argumente:

Wie es weitergeht:

Meine Einschätzung:

Seit heute gilt ein neuer Slogan: «MACO: Mitte always chickens out» («Die Mitte zieht immer den Schwanz ein») – angelehnt an «TACO: Trump always chickens out».

Im Ernst: Das Verhalten der Mitte-Fraktion ist schuld, dass der Entscheid über die Streichung des AKW-Neubauverbots nun auf die lange Bank geschoben wird. Das ist schäbig: Während alle anderen Parteien klar Stellung zu dieser Vorlage bezogen haben, spielt die Mitte auf Zeit. Dabei ist es völlig unsinnig, jetzt über die Finanzierung eines neuen Kernkraftwerks zu debattieren. Es handelt sich lediglich um eine Vernebelungstaktik der Mitte-Fraktion, die nicht weiss, ob sie das Erbe ihrer ehemaligen Bundesrätin Doris Leuthard hinter sich lassen will oder nicht. Leuthard hatte das AKW-Neubauverbot seinerzeit lanciert. Es ist ein schlechter Tag für den Nationalrat, und es ist schade für die Schweiz.

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