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Der Schaden pro Zürcher Haushalt könnte weit über 1000 Franken betragen

Die Wettbewerbskommission (Weko) hat festgestellt, dass die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) über Jahre hinweg rechtliche Vorgaben bei der Strombeschaffung missachtet haben, indem sie Aufträge ohne öffentliche Ausschreibung freihändig an das Unternehmen Primeo vergaben, an dem d ...

Der Schaden pro Zürcher Haushalt könnte weit über 1000 Franken betragen
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Die Fakten: Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) haben über Jahre rechtliche Vorgaben bei der Strombeschaffung missachtet. Das hat die Wettbewerbskommission (Weko) festgestellt.

Warum das wichtig ist: Weil die EKZ Aufträge für die Strombeschaffung freihändig an das Nordwestschweizer Energieunternehmen Primeo vergeben haben, statt sie öffentlich auszuschreiben, konnte die Elektrizität über Jahre möglicherweise nicht zum günstigsten Preis beschafft werden. Für die Kunden könnte ein Schaden von bis zu 878 Millionen Franken entstanden sein. Pro Haushalt im Kanton Zürich würde das bis 1626 Franken ausmachen.

Das Zitat: «Die von EKZ praktizierten Strombeschaffungen [...] erfüllen aus Sicht des Sekretariats die Voraussetzungen an eine freihändige Vergabe nicht vollumfänglich. Die EKZ hätten den Einkauf von Terminmarktprodukten für die Grundversorgung im offenen oder selektiven Verfahren ausschreiben sollen.» (Weko-Sekretariat)

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Das ist passiert:

Pikant: Der frühere, langjährige Finanzchef der EKZ wurde 2021 pensioniert. Während seiner Zeit wurde die Beteiligung der EKZ an Primeo aufgegleist. Nach seiner Pensionierung wechselte der Mann nahtlos in den Verwaltungsrat von Primeo. Primeo konnte in der Folge den EKZ während Jahren Strom liefern, ohne je ein Ausschreibungsverfahren durchlaufen zu haben.

Die Erkenntnisse der Weko: Gemäss einem Schreiben, das dem «Nebelspalter» vorliegt, ist das Weko-Sekretariat vor Kurzem zu diesen Schlüssen gekommen:

Der Schaden für die EKZ-Kunden: Eine Berechnung eines Fachmanns, der mit Strombeschaffung und Energievermarktung vertraut ist, beziffert auf Basis der vorliegenden Unterlagen und öffentlicher Tarifdaten der Eidgenössische Elektrizitätskommission (Elcom) die mögliche maximale rechnerische Schadensgrösse auf bis zu 878 Millionen Franken. Konkret:

Für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4500 Kilowattstunden summiert sich der Schaden über diese drei Jahre auf maximal 1626 Franken. So viel Geld haben die Haushalte im schlimmsten Fall wegen der Rechtsverstösse der EKZ verloren.

Die Stellungnahme der EKZ: Der «Nebelspalter» hat das Unternehmen um eine Reaktion auf die in diesem Artikel gemachten Feststellungen gebeten. Das sind die wichtigsten Aussagen:

Anmerkung:

Meine Einschätzung: Es ist erstaunlich, mit welcher Nonchalance die EKZ als öffentlich-rechtliches Unternehmen im Besitz des Kantons Zürich das Recht verletzt haben. Man kann nur hoffen, dass die Weko auch künftig genau hinschaut und bei weiteren Rechtsverstössen aktiv wird.

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