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Nur noch halb so viele neue Solaranlagen wie vor zwei Jahren

Der Schweizer Solarmarkt befindet sich in einem dramatischen Niedergang, da die Installation neuer Photovoltaikanlagen seit 2024 um die Hälfte auf 75 bis 80 Megawatt pro Monat gesunken ist, was insbesondere bei Privathaushalten zu einem Rückgang der Gesuche um mehr als 50 Prozent führt und ...

Nur noch halb so viele neue Solaranlagen wie vor zwei Jahren
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Die Themen diese Woche:

Die Leistung der neu installierten Schweizer PV-Anlagen hat sich innerhalb von zwei Jahren halbiert

Worum geht es?

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Kommentar: Es schleckt keine Geiss weg: Der Boom auf dem Schweizer Solarmarkt ist vorbei. Die Erwartung, dass dieses Geschäft Jahr für Jahr weiter ansteigt, war naiv. Jetzt müssen die Photovoltaik-Fans froh sein, wenn ihr Business nicht noch völlig einbricht. Damit sind auch die PV-Ausbauziele der Schweiz für die nächsten Jahre Makulatur. Die Politik muss darum über die Bücher gehen und die Energiestrategie nachjustieren. Ohne neue AKW wird es nun erst recht nicht gehen.

Fehlender Solar- und Windstrom verursacht Rekord-Strompreise mitten im Sommer

Worum geht es?

Kommentar: Die Stromversorgung Europas ist immer mehr von Flatterstrom geprägt. Und Flatterstrom führt eben auch zu Flatterpreisen – sogar mitten im Sommer: Einmal kostet der Strom rekordmässig viel. Dann wieder muss rekordmässig viel bezahlt werden, damit er überhaupt abgenommen wird. Namentlich für grosse Industriebetriebe sind solche Preissprünge ein Problem, wirken sich diese doch schnell finanziell ruinös aus. Oh schöne neue Energiewelt!

Aufhebung des AKW-Neubauverbots ist auch für den Atom-Langzeitbetrieb wichtig

Worum geht es?

Kommentar: Es ist völlig klar: Das AKW-Neubauverbot im Gesetz muss weg. Und die Chance, dass das Volk dem auch zustimmt, sind intakt (siehe hier). Denn die meisten Leute werden einsehen, dass dieses Verbot in jeglicher Hinsicht unsinnig ist – für die gegenwärtige wie für die künftige Stromversorgungs-Sicherheit.

Um zum Schluss noch dies:

Und wieder ist ein geplatztes Klimaziel zu vermelden: Die deutsche Stadt Mannheim mit über 300’000 Einwohnern hat vor wenigen Tagen offiziell Abstand genommen vom Ziel, bis 2050 das Netto-Null-Ziel zu erreichen (siehe hier und hier). Dieses Ziel war 2022 verkündet worden. Man wolle als «Pilotstadt» vorangehen, ist auch jetzt noch auf der Webseite von Mannheim zu lesen (siehe hier).

Möglich sollte das werden, indem der CO₂-Ausstoss der Stadt, die von Industrie geprägt ist, bis 2030 um 80 Prozent abnimmt. Inzwischen ist man aber erst bei einem Minus von 40 Prozent. Es müsste also ab sofort jedes Jahr um zehn Prozentpunkte rückwärts gehen beim Klimagas-Ausstoss. Sogar der Stadtregierung ist aber klar geworden, dass das unmöglich ist. Es fehle an Geld, an Personal und an ausreichenden Eingriffsmöglichkeiten, gab diese zu.

Eine Überraschung ist das nicht. Schon 2022 hätte man wissen können, dass die sogenannte Klimaneutralität in einer modernen Gesellschaft schlicht nicht realistisch ist – weder 2030, 2040 noch später. Die dänische Hauptstadt Kopenhagen etwa verkündete vor 13 Jahren, sogar bis 2025 klimaneutral zu werden. Auch sie ist kolossal gescheitert (siehe hier).

In der Schweiz will Basel das Netto-Null-Ziel bis 2037 erreichen. Zürich soll 2040 soweit sein. Auch diese Städte werden die Ziele verpassen – nur dauert es wohl noch einige Jährchen, bis das auch eingestanden wird. Vielleicht ist bis dann der Klimahype soweit abgeklungen, dass es auch kaum mehr jemanden interessiert.

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Alex Reichmuth
alex.reichmuth@nebelspalter.ch

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