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# Wahlen 2027: Rechtsrutsch ist möglich
- URL: https://nebi.chessservices.de/wahlen-2027-rechtsrutsch-ist-moglich/
- Published: 2026-07-09T00:00:00.000Z
- Updated: 2026-07-16T15:12:22.000Z
- Author: Kaspar Schwarzenbach
- Tags: Kaspar Schwarzenbach, SVP, Parlamentswahlen 2027, Wahlen 2027, Kantone, SP, FDP, #Import 2026-08-20 15:45

**Die Fakten:** Seit den Parlamentswahlen 2023 hat die SVP auf kantonaler Ebene grosse [Sitzgewinne verzeichnen können ](https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/politik/wahlen/kantonale-wahlen/kantonsparlamente.html?ref=nebi.chessservices.de). Übertragen auf die nationalen Wahlen 2027 würde das bedeuten, dass die SVP sieben Nationalratsmandate dazugewinnen könnte – während fast alle anderen Parteien Sitze verlieren. 

**Warum das wichtig ist:** Kantonale Sitzverschiebungen zeigen den Formstand der Parteien – und zeigen, was bei den eidgenössischen Wahlen passieren könnte. 

**Im Detail:** Vergleicht man die kantonalen Sitzverteilungen 2023 mit den aktuellen, können die nationalen Wähleranteile nach den Nationalratswahlen 2027 geschätzt werden. 

![](https://nebi.chessservices.de/content/images/2026/07/wahlen2027rechtsrutschistmoeglich_OettingerDavidoffHumidor1190526OettingerDavidoff.jpg)

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## Die Gewinner 

**SVP:** Seit den Wahlen 2023 hat die SVP in kantonalen Parlamenten insgesamt 66 Sitze dazugewonnen. Basierend darauf darf die Volkspartei bei den Nationalratswahlen 2027 auf **69 Sitze im Nationalrat** hoffen. Das wäre ein **Zuwachs um sieben Nationalratsmandate** und das beste Resultat in der Parteigeschichte. 

**SP:** Die SP hat seit Legislaturbeginn 14 kantonale Parlamentssitze dazugewinnen können. Deshalb dürfen die Sozialdemokraten 2027 auf **42 Sitze im Nationalrat** hoffen. Damit würde die SP **einen Sitz dazugewinnen** und ihre Position als zweitgrösste Partei des Landes erneut bestätigen. 

## Die Verlierer 

**FDP:** Die FDP hat seit den nationalen Wahlen 20 Sitze in kantonalen Parlamenten verloren. Gemäss der Schätzung muss der Freisinn **mit einem Sitzverlust** rechnen und wird neu über **27 Sitze im Nationalrat** verfügen. Damit wäre die FDP hauchdünn hinter der Mitte die viertgrösste Partei in der Grossen Kammer. 

**Mitte:** Auch die Mitte verliert auf kantonaler Ebene: 13 Sitze seit Beginn der 52\. Legislatur. Stand heute würde die Mitte-Partei damit auf **28 Sitze im Nationalrat** kommen. Ein **Verlust von einem Sitz** und erneut nicht genug, um die FDP zu distanzieren und den Anspruch auf einen zweiten Bundesratssitz zu stärken. 

**GLP:** Auf kantonaler Ebene haben auch die Grünliberalen seit Legislaturbeginn 8 Sitze verloren. Daraus lässt sich für die Nationalratswahlen 2027 ableiten, dass die GLP neu noch über **9 Sitze im Nationalrat** verfügen würde – demnach würde die Partei von Jürg Grossen **einen Sitz verlieren** . 

**Grüne:** Die Grünen haben seit Beginn der Legislatur 23 Sitze in kantonalen Parlamenten verloren. Sie dürften bei den Nationalratswahlen 2027 entsprechend zwei Sitze verlieren und verfügten nur noch über **21 Sitze im Nationalrat** , was allfällige grüne Bundesratsambitionen endgültig beerdigen würde. 

**Zwischenfazit:** Die SVP und deutlich weniger die SP könnten die nationalen Wahlen gewinnen, wenn sich die Dynamik der kantonalen Wahlen bis im Oktober 2027 fortsetzt. 

Noch können Mitte und FDP das Ruder also herumreissen, reagieren sie allerdings nicht rechtzeitig, drohen ihnen Sitzverluste zugunsten der Volkspartei. Diejenigen Kantone, in denen seit Oktober 2023 noch keine Neuwahlen stattgefunden haben, dürften besonders aufschlussreich werden: 

- **Zug (4\. Oktober 2026)**
- **Freiburg (8\. November 2026)**
- **Appenzell Innerrhoden (28\. Februar 2027)**
- **Waadt (28\. Februar 2027)**
- **Luzern (21\. März 2027)**
- **Zürich (4\. April 2027)**
- **Basel-Landschaft (11\. April 2027)**
- **Tessin (11\. April 2027)**
- **Appenzell Ausserrhoden (2\. Mai 2027)**
- Genf (Frühjahr 2028 – nach den nationalen Wahlen 2027)

**Meine Einschätzung:** Die Sitzverschiebungen zeigen, dass in der Bevölkerung ein weitverbreiteter und wachsender Unmut über die gegenwärtige Politik besteht. Insbesondere in den Bereichen der Zuwanderungs-, Asyl- und EU-Politik sollten sich Mitte und FDP wieder vermehrt nach rechts orientieren, wenn sie nicht noch mehr verlieren wollen – statt sich ständig nur von der SVP abzugrenzen.