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# Kein «Baba News» für Stadtzürcher Beamte im Büro  – SP schaltet sich ein
- URL: https://nebi.chessservices.de/kein-baba-news-fur-stadtzurcher-beamte-im-buro-sp-schaltet-sich-ein/
- Published: 2026-06-17T00:00:00.000Z
- Updated: 2026-07-16T15:12:43.000Z
- Description: Stadtzürcher Beamte kritisieren die Sperre des Onlinemagazins «Baba News» im Verwaltungsnetz, während die «NZZ» zugänglich bleibt, was zu einem Vorstoss dreier SP-Gemeinderäte führte, die Transparenz über die Sperrkriterien verlangen. «Baba News» verbreitet israelfeindliche Inhalte, verhar ...
- Author: Camille Lothe
- Tags: Camille Lothe, Medien, Antisemitismus, Stadt Zürich, #Import 2026-08-20 15:45

**Die Fakten:** Stadtzürcher Beamte ärgern sich über eine Sperre des Onlinemagazins «Baba News» im Verwaltungsnetz. Die «dreckszitig» NZZ sei hingegen nicht gesperrt. Der Unmut ist offenbar so gross, dass drei SP-Gemeinderäte nun vom Stadtrat Auskunft verlangen.  
  
**Warum das wichtig ist:** Das Onlinemagazin veröffentlicht und verbreitet regelmässig israelfeindliche Inhalte. Juden werden in einem Rap-Video als «gierige Rasse» bezeichnet; Chefredaktorin Albina Muhtari bezeichnet den Terrorangriff vom 7\. Oktober 2023 indirekt als «Facetten des Konflikts».

«Baba News» versteht sich als «Stimme für Migrantinnen und Migranten» und galt lange als Vorzeigeprojekt der Integration. Kritiker werfen dem Magazin jedoch vor, sich kaum mit den Herausforderungen von Migranten in der Schweiz zu befassen und stattdessen nahezu ausschliesslich über den Krieg in Gaza zu berichten. Zudem habe sich die Plattform nie klar vom Hamas-Angriff vom 7\. Oktober 2023 distanziert, wie «[Nau](https://www.nau.ch/news/schweiz/baba-news-bedauert-geteiltes-rap-video-66735765?ref=nebi.chessservices.de)» berichtete.

![](https://nebi.xbopp.com/content/images/2026/06/keinbabanewsfuerstadtzuercherbeamteimbuerospschaltetsichein_AlbinaMuhtari17626Keystone.jpg) 

Auf der Plattform X teilt «Baba News» regelmässig Beiträge, die Israel als skrupellosen Mörder und Unterdrücker darstellen – teils unter Berufung auf umstrittene Quellen, wie der «[Tages-Anzeiger](https://www.tagesanzeiger.ch/kritik-an-baba-news-streit-um-integrationsportal-eskaliert-299850712743?ref=nebi.chessservices.de)» berichtete. Für Wirbel sorgte auch, dass «Baba News» in den sozialen Medien [das Video eines Rappers teilte](https://www.nau.ch/news/schweiz/baba-news-bedauert-geteiltes-rap-video-66735765?ref=nebi.chessservices.de), dessen Song mutmasslich antisemitische Stereotypen bedient. Die «gierige Rasse» wolle, dass «wir getötet werden wie Messias, damit sie am Strand von Tel Aviv feiern können».  
  
Nachdem verschiedene Medien über die Vorgänge bei «Baba News» berichtet hatten, [sistierte der Kanton Bern die Unterstützung für die Plattform](https://www.tagesanzeiger.ch/pro-palaestina-beitraege-vorzeige-onlinemagazin-baba-news-geraet-in-die-kritik-914057487572?ref=nebi.chessservices.de). Auch das Staatssekretariat für Migration (SEM) distanzierte sich [laut «20 Minuten»](https://www.20min.ch/story/pro-palaestina-beitraege-bund-geht-auf-distanz-zu-migranten-magazin-825532879899?ref=nebi.chessservices.de) vom Projekt.

Nun melden sich offenbar Angestellte der Stadtzürcher Verwaltung zu Wort. Sie kritisieren, dass «Baba News» im städtischen Netzwerk nicht zugänglich sei. Die drei SP-Gemeinderäte greifen diese Kritik auf und [verlangen vom Stadtrat Auskunft](https://www.gemeinderat-zuerich.ch/dokumente/04a39902656b46a18ac2d1236b2f6e7b-332?filename=2026%5F0284SchriftlicheAnfrage&ref=nebi.chessservices.de). Dieser soll unter anderem offenlegen, nach welchen Kriterien Webseiten gesperrt werden und wie viele Internetseiten derzeit blockiert sind. Für die Beantwortung des Vorstosses hat der Stadtrat drei Monate Zeit.  
  
**Meine Einschätzung:** Der Vorstoss gibt einen aufschlussreichen Einblick in die Prioritäten der städtischen Beamten. Offenbar ist «Baba News» für manche Angestellte eine wichtige Quelle für «Informationen» zum Nahost-Konflikt. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem antisemitische Vorfälle in Zürich verstärkt Aufmerksamkeit erhalten: Ein orthodoxer Jude wurde von einem muslimischen Jugendlichen mit einem Messer schwer verletzt, ein weiterer Jude von einem Afghanen auf offener Strasse angegriffen.  
  
Unabhängig von der inhaltlichen Debatte stellt sich zudem die Frage, weshalb Angestellte während der Arbeitszeit überhaupt auf Nachrichtenportale zugreifen müssen. Wenn die Stadt bestimmte Webseiten in ihrem eigenen Netzwerk sperrt, liegt dies grundsätzlich in ihrer Kompetenz. Es steht den Beamten frei zu, jegliche Webseite über ihr eigenes Netzwerk aufzurufen.