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# Eklat bei der Wahl der Menschenrechtsrichterin der Schweiz
- URL: https://nebi.chessservices.de/eklat-bei-der-wahl-der-menschenrechtsrichterin-der-schweiz/
- Published: 2026-07-06T00:00:00.000Z
- Updated: 2026-07-16T15:12:24.000Z
- Author: Dominik Feusi
- Tags: Dominik Feusi, Bundeshaus-Insider, EGMR, Bundesgericht, #Import 2026-08-20 15:45

**Die Fakten:** Bundesrichterin Julia Hänni (Mitte) zieht sich als Kandidatin als Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) zurück. Dies teilte sie in einer Mail an alle Bundesrichter mit. Da die Schweiz dem Europarat [drei Vorschläge](https://www.bag.admin.ch/de/newnsb/g9dx3mx5t9qG1GmRhfkCX?ref=nebi.chessservices.de) machen muss, muss der Bundesrat eine Person nach nominieren.   
  
**Der Hintergrund:** Hänni wollte Richterin der Schweiz am EGMR werden. [Der «Blick» berichtete](https://www.blick.ch/politik/wissenschaftliche-arbeiten-diskreditiert-schlammschlacht-am-bundesgericht-id22064829.html%29?ref=nebi.chessservices.de), dass anonyme Schreiben behaupten, Hänni habe Teile ihrer Doktorarbeit und Habilitation abgeschrieben; betroffen sind die Universitäten St. Gallen und Luzern. Die Unis prüfen die Vorwürfe, eine Entscheidung kann dauern. Hänni doktorierte «Vom Gefühl am Grund der Rechtsfindung». Hänni sitzt in der [zweiten öffentlich-rechtlichen Abteilung](https://www.bger.ch/index/federal/federal-inherit-template/federal-gericht/federal-gerichts-abteilungen/federal-gerichts-abteilungen-zweiteoeffentlich.htm?ref=nebi.chessservices.de) des Bundesgerichts, die regelmässig ausländerrechtliche Entscheide fällt, welche politische Lösungen im Asylbereich vereiteln.   
  
**Das sagt die Richterin:** Hänni sagte dem «Blick», die Unterlagen seien KI-generiert und gezielt manipuliert. Sie betont, ihre Arbeiten seien eigenständige Forschung, und sieht den Zeitpunkt der Attacke als kein Zufall.  
  
**Der Stand der Dinge:** Die Abklärungen an den Universitäten laufen weiterhin. Es gebe keine «ersten Erkenntnisse», lässt die Universität St. Gallen ausrichten. Auch die Uni Luzern betont, die Abklärungen würden noch Zeit in Anspruch nehmen. Das Bundesgericht will nach fünf Stunden Nachdenken den Rückzug von Hänni nicht bestätigen und verweist auf das Bundesamt für Justiz. 

![](https://nebi.xbopp.com/content/images/2026/07/JuliaHaenni6726Keystone.jpg) 

**Das Problem:** Sollten sich die Plagiatsvorwürfe bestätigen, ist auch die Wiederwahl von Hänni als Bundesrichterin in Frage gestellt. Diese ist für die Herbstsession vorgesehen.   
  
**Das grosse Bild:** Hänni gilt als enge Vertraute von Andreas Zünd, früherer Bundesrichter und jetziger Richter am EGMR. Hänni war am Bundesgericht Zünds Gerichtsschreiberin. Mehrere Quellen in Lausanne behaupten, die Bekanntschaft sei über das Berufliche hinaus gegangen. Zünd sieht im EGMR die Möglichkeit, direkt oder via Bundesgericht die Politik der Schweiz zu beeinflussen. So setzte er sich zum Beispiel [für die Verurteilung der Schweiz](https://www.srf.ch/news/schweiz/coup-der-klimaseniorinnen-jetzt-spricht-der-egmr-richter-andreas-zuend?ref=nebi.chessservices.de) wegen ihrer Klimapolitik ein. Und als Zünd deswegen in Kritik geriet, [eilte ihm ausgerechnet Hänni zu Hilfe](https://unser-recht.ch/klimaseniorinnen/?ref=nebi.chessservices.de).

![](https://nebi.chessservices.de/content/images/2026/07/eklatbeiderwahldermenschenrechtsrichterinderschweiz_OettingerDavidoffHumidor1190526OettingerDavidoff.jpg)

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