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# Die Linke und die Juden, Teil zwei. Woher kommt der Hass? Mit Marx fing es an.
- URL: https://nebi.chessservices.de/die-linke-und-die-juden-teil-zwei-woher-kommt-der-hass-mit-marx-fing-es-an/
- Published: 2026-07-01T00:00:00.000Z
- Updated: 2026-07-16T15:12:28.000Z
- Description: Der Text analysiert die Wurzeln und Mechanismen des modernen linken Antisemitismus, der sich sowohl in den USA als auch in der Schweiz manifestiert, indem er historische Figuren wie Karl Marx und Martin Luther als ideologische Vorläufer identifiziert, deren antisemitische Rhetorik trotz ih ...
- Author: Markus Somm
- Tags: Markus Somm, Somms Memo, #Import 2026-08-20 15:45

**Die Fakten:** In Amerika erobern Antisemiten die demokratische Partei, in der Schweiz drängen «antizionistiche» Juso den einzigen jüdischen Ständerat aus der SP.  
  
**Warum das wichtig ist:** Linke Judenfeindschaft, zweiter Teil. Wie kam es dazu?

Einer der berühmtesten Antisemiten aller Zeiten schrieb 1844 einen solchen Satz:

- «Was ist der weltliche Kultus des Juden? Der Schacher. Was ist sein weltlicher Gott? **Das Geld**.»

Der Autor hiess **Karl Marx** und er war ein Linker.  
  
Gewiss, Marx selbst stammte aus einer **jüdischen Familie**, beide Grossväter väterlicher- und mütterlicherseits waren **Rabbiner**, und sein Vater hatte sich seinerzeit nur taufen lassen, weil er sonst als Jurist kaum hätte Karriere machen können. Das war das **Preussen** des frühen 19\. Jahrhunderts, hier gab man sich von Staates wegen antisemitisch. Karl Marx selbst wuchs als Lutheraner auf, von der jüdischen Religion verstand er wenig.  
  
Seine unbedachten Sätze wirkten allerdings nach. Womöglich so toxisch wie jene Ausfälle gegen die Juden, für die **Martin Luther**, der Reformator, berüchtigt geworden ist, dessen unbeherrschter Antisemitismus den deutschen Protestantismus auf Dauer vergiftet hat. Von **Zwingli** oder von **Calvin** sind keine solchen Wortmeldungen bekannt – weswegen sich die reformierte Kirche nie so antisemitisch verhalten hat wie die lutherische, geschweige denn die römisch-katholische.

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Ich erzähle das alles, weil **Antisemitismus** eine **Krankheit** ist, die latent in den meisten Christen vorhanden ist – zurückzuführen auf ähnlich zweideutige Aussagen im Neuen Testament –, und es oft nur einen berühmten, gesellschaftlich sonst bewunderten Antisemiten braucht, um die Krankheit **ausbrechen** zu lassen. Als ob wir auf einen Arzt warteten, der mit seiner Autorität ein **Laster** zu einer **Tugend** erklärte.  
  
Wenn wir uns fragen, warum in Amerika die Linke nun vom Antisemitismus **infiziert** ist, dann haben **renommierte Persönlichkeiten**, die man ernst nahm, genauso eine Rolle gespielt. Leider, man muss es beklagen, befanden sich darunter viele Schwarze:

- Allen voran **Jesse Jackson**, der erste schwarze Präsidentschaftskandidat der amerikanischen Geschichte, – ein Demokrat, der es in den 1980er Jahren fertigbrachte, mit ziemlich üblen antisemitischen Äusserungen hervorzutreten, **ohne dafür einen Preis zu bezahlen**. Weil er schwarz und links war, überstand er alles – mit der Folge, dass sich bald kein Weisser mehr traute, einen Schwarzen zu kritisieren, selbst wenn er sich als Rassist erwies.
- Auch **Barack Obama**, der erste schwarze Präsident, ein Demokrat auch er, zählte zu den Wegbereitern des neuen, linken Antisemitismus, indem er Israel so ungnädig und lieblos behandelte wie kein amerikanischer Präsident zuvor. Abermals gilt: ein weisser Präsident hätte das vermutlich nicht gewagt. **War Obama ein Antisemit?** Wir wissen es nicht – und natürlich darf man Israel ungestraft schlecht behandeln, auch als US-Präsident, doch einer Premiere kam es gleich, und viele Vorbilder von Obama waren deklarierte Antisemiten. Allesamt **Afroamerikaner**.
![](https://nebi.xbopp.com/content/images/2026/07/NeunvonzehnJudenlebenindiesenBundesstaaten1.png) 

Die Zugehörigkeit zu einer Minderheit, die in der Geschichte genauso **diskriminiert** worden war wie die Juden, erleichterte es diesen Schwarzen natürlich, ihren Antisemitismus auszuleben. Es **immunisierte** sie. Ganz gemäss der irrigen Vorstellung, ein Opfer könne nie zum Täter werden.  
  
Umgekehrt wirkt sich dies genauso aus, wenn wir die Ursachen betrachten, die den aktuellen linken Antisemitismus befeuern: Indem die Linke die **Palästinenser** zu ewigen Opfern stilisiert – immerhin Abkömmlinge eines **einstigen, brutalen Herrenvolkes**, den Arabern –, entwendet man den Juden die unbestreitbare Eigenschaft, **nach wie vor einer diskriminierten Minderheit anzugehören**. Oder haben Sie einmal gezählt, wie viele Juden auf offener Strasse beschimpft werden – und das mit ihren eigenen Erfahrungen als rot-grüner Velofahrer verglichen? Eben.  
  
**Juden dürfen keine Opfer mehr sein** – so dass am Ende selbst der Holocaust zum Verschwinden gebracht werden muss, was gelingt, wenn man ausgerechnet den Israelis einen Genozid anhängt. Gewiss, der Vorwurf ist so falsch und faktenfrei, wie er ungeheuerlich und geschmacklos ist, vor allem aber stellt er sich als aufschlussreich heraus. 

- Warum liegt den **modernen Antisemiten** so viel daran?
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Denn es fällt ja auf: Wenn es um **Russlands Krieg** gegen die Ukraine geht oder um die Verfolgung von Christen durch die **Islamisten** in **Nigeria**, käme es ihnen nie in den Sinn, von einem **Genozid** zu sprechen. Der Vorwurf ist für die Juden – und nur für die Juden – reserviert.  
  
Wieso nur?

- Damit man die Juden **hassen** kann – ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen.

Übrigens ein **alter Trick**. Auch die **Nazis** behaupteten, die Juden wollten alle Deutschen vernichten, bevor sie dann gleichsam zur Selbstverteidigung die Juden **vernichteten**.  
  
Oder wie es **Martin Luther** in seinem «Sieben-Punkte-Programm» gegen die Juden empfohlen hat:  
  
«Man stecke ihre Synagogen oder Schulen mit Feuer an.»  
  
Er schrieb das **1543**. Es wurde 395 Jahre später umgesetzt.  

Ich wünsche Ihnen einen nachdenklichen Tag  

Markus Somm

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