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# Die Antisemiten übernehmen die Linke. Ein Bericht aus Amerika.
- URL: https://nebi.chessservices.de/die-antisemiten-ubernehmen-die-linke-ein-bericht-aus-amerika/
- Published: 2026-06-30T00:00:00.000Z
- Updated: 2026-07-16T15:12:29.000Z
- Author: Markus Somm
- Tags: Markus Somm, Somms Memo, #Import 2026-08-20 15:45

**Die Fakten:** In New York und New Jersey gewinnen «Anti-Zionisten» die demokratischen Vorwahlen.  
  
**Warum das wichtig ist:** Die neue Linke ist antisemitisch. Nicht alle, aber immer mehr. Woher kommt das?

Es war ein **bemerkenswerter** und **bedrückender** Vorgang, der sich vor kurzem in Amerika abspielte:

- Bei den Vorwahlen für die kommenden Zwischenwahlen des US-Kongresses setzten sich bei den **Demokraten**Kandidaten durch, die sich **gegen Israel** stellten – und insbesondere den Krieg in Gaza für einen **Genozid** der Israelis an den Palästinensern halten.
- Die meisten dieser Kandidaten stehen sehr links und bezeichnen sich als **«demokratische Sozialisten»**, oft sind sie auch Mitglieder der offiziellen DSA (Democratic Socialists of America), einer **faktisch linksextremen** Organisation innerhalb der Demokratischen Partei.

Ebenso zeigen Umfragen, dass die meisten Demokraten (eingeschriebene Mitglieder und Unabhängige, die nach links neigen) sich von Israel **abgewendet** haben.

- **69 Prozent** der Demokraten haben gemäss einer Umfrage von Pew Research eine **negative** Meinung über Israel (März 2025).
- **77 Prozent** der Demokraten sehen insbesondere die israelische Regierung kritisch, wogegen bloss 18 Prozent eine positive Einstellung angaben.
- Eine weitere Untersuchung (Gallup, Februar 2025) offenbarte, dass nur **33 Prozent** der Demokraten Israel noch positiv betrachten, während sich rund **60 Prozent** abfällig über Israel äusserten (der Rest hatte keine Meinung).

Das ist aus zwei Gründen bemerkenswert und bedrückend:

1. Seit der Gründung von **Israel** im Jahr 1948 bestand in Amerika ein **Konsens** unter den beiden grossen Parteien: Israel wurde durch dick und dünn unterstützt.

Heute hat sich das **geändert**: Ganz im Gegensatz zu den Demokraten, die dem Judenstaat neuerdings skeptisch gegenüberstehen, bleiben die **Republikaner** loyal.

- **83 Prozent** der Republikaner haben gemäss dem gleichen Gallup-Befund eine positive Einstellung zu Israel.
- und bloss **13 Prozent** beurteilen Israel kritisch (4 Prozent haben keine Meinung.)

![](https://nebi.chessservices.de/content/images/2026/06/dieantisemitenuebernehmendielinkeeinberichtausamerika_1aB10HybridEVGalaxySilverstatic6.jpg)

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Mit anderen Worten, die **Polarisierung**, die Amerika durchzieht, hat jetzt das Thema Israel erreicht. Die eine Partei lehnt den **Judenstaat** ab, die andere vergöttert es. Für die einzige Demokratie im Nahen Osten, aber auch für die vielen **amerikanischen Juden** ist das eine schlechte Nachricht. Zumal es gerade für die Letzteren eine Art Vertreibung aus der eigenen Partei bedeutet – und das ist der **bedrückende** Aspekt:

1. Die Demokraten galten seit dem legendären Präsidenten **Franklin D. Roosevelt** als die **bevorzugte Partei** der amerikanischen Juden. Kaum eine Minderheit wählte so geschlossen und loyal die Demokraten.

Nun scheinen sie in dieser Partei **nicht mehr sehr willkommen**zu sein – sofern sie sich nicht selber verleugnen und Israel ablehnen, was für jeden Juden eine Zumutung ist. (Wie es auch eine Zumutung für die **amerikanischen Iren** darstellte, wenn man von ihnen verlangen würde, sich im Nordirland-Konflikt auf die Seite der Briten zu stellen).  
  
Selbst wer die überaus **erfolgreiche, ja glückliche Geschichte der Juden in Amerika** kennt, kann nur ansatzweise ermessen, wie herzzerreissend, ja verstörend es den Juden vorkommen muss, dass sie nun ausgerechnet hier erneut zum **Paria** werden – die Gefühle des Verlustes mögen durchaus jenen gleichen, die die **deutschen Juden** 1933 verfolgten: Waren sie nicht auch überzeugt gewesen, es nirgendwo besser zu haben als in «ihrem» geliebten **Deutschland**?

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Wie übel es den Juden inzwischen in den USA ergeht, mag ein **Video** verdeutlichen, das neulich auf X erschienen ist.   
  
**Scott Wiener**, ein linker, schwuler State Senator in Kalifornien, der sich insbesondere für allerlei Anliegen der LGBTQ+-Gemeinschaft stark gemacht hat, erlebt sein persönliches Sodom und Gomorrha, als er eine **queere Veranstaltung** besucht: Er wird angepöbelt, ausgeschimpft und bedrängt. Und warum? Weil er **Jude** ist und Israel verteidigt hat.  
  
Die Szene, man kann sich dieses Eindrucks nicht erwehren, erinnert an die Zustände in **Nazi-Deutschland.**  
  
Armes Amerika, arme Juden.

- Das reichste Land der Welt macht sich selber **arm**.
- **Das beste Land wird zum übelsten.**
![](https://nebi.xbopp.com/content/images/2026/06/JuedischeBevoelkerungimZeitvergleich1.png) 

Warum nur? Thema für ein nächstes Memo. Inzwischen gilt, wovor der spanisch-amerikanische Philosoph **George Santayana** seinerzeit gewarnt hat:   
  
«Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnert, ist dazu verdammt, sie zu **wiederholen**.»  

Ich wünsche Ihnen einen erfreulicheren Tag  

Markus Somm  
  
  
**Wer es genauer wissen will:** 

- [Das Video, das Scott Wieners Spiessrutenlauf zeigt](https://x.com/daveweigel/status/2070829516902047900?ref=nebi.chessservices.de)

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